Hyperbaustelle

Nachhaltiger Juli

Montag, 02. August 2010 von urb

»Baut kleine geile Firmen auf« – oder um die Aufforderung Funny van Dannens zu präzisieren: den Großen Konkurrenz mit Businessmodellen machen, die Verantwortung für natürliche Ressourcen und sozialen Zusammenhalt tragen und nicht ausschließlich monetäre Ziele verfolgen. Wie das mit Regenwäldern,  Suchmaschinen und Arbeitsplätzen zusammenhängt, war vergangenes Monat Thema auf der Hyperbaustelle.

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Harapan – Hoffen auf Indonesisch

Mittwoch, 28. Juli 2010 von urb

Hoffnung ist das zentrale Wort im Sprachschatz utopischer Denkungsarten – um so schöner klingt es auf Indonesisch, seit es ein Stück Regenwald in Sumatra bezeichnet, das von einer großen Koalition aus internationalen Verbänden geschützt wird. Sie traten 2007 auf den Plan, um die Hoffnung konkret werden zu lassen.

Batin Sembilan

Die Kinder der Batin Sembilan; Foto: Birdlife

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Ecosia – eine nachhaltige Geschäftsidee

Mittwoch, 07. Juli 2010 von urb

Nachhaltigkeit ist schon längst zum Marketingargument geworden. Die Suchmaschine Ecosia spricht Nutzer gezielt über die Mithilfe bei der Rettung des Regenwalds an. Jana Kroll ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und äußert sich auf der Hyperbaustelle zu persönlichen Motiven, Zielen und Utopien im Zusammenhang mit nachhaltigen Geschäftsideen.

Jana Kroll von Ecosia

Jana Kroll von Ecosia; Foto: Privat

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2110 – Wasserwährung

Mittwoch, 02. Juni 2010 von urb

nov, 2. Juni 2110

Nach dem Zusammenbruch der Geldwirtschaft hat sich eine elementare Währung herausgebildet: der Wasserverbrauch. Wir messen alle Dinge in Litern Wasser, die zu ihrer Herstellung benötigt werden.

1 Orange: 50 Liter
1 Tasse Kaffee: 140 Liter
1 Kilogramm Reis: 3.000 Liter
1 Kilogramm Käse: 5.000 Liter
1 Mikrochip: 32 Liter
1 Paar Schuhe: 8.000 Liter
1 bedienbarer Computer: 20.000 Liter
1 Selbstbeweger: 400.000 Liter

Mit jemandem sein Wasser zu teilen, ist das größte Gastgeschenk, ganz wie es die Fremen aus der alten Schwarte »Wüstenplanet Dune« hielten. Dass ein fantastisch anmutendes Buch so viel Wirklichkeit enthalten könnte, überrascht mich immer wieder, wenn Gloria und ich feierlich unsere Lippen mit nicht aufbereitetem, tiefem und deshalb nicht erneuerbarem Grundwasser benetzen.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Erneut im Mai

Montag, 31. Mai 2010 von urb

Im Mittelpunkt des Baustellenmais stand neben der Landtagswahl in NRW das Buch des Visionärs Jeremy Rifkin über die Möglichkeit einer empathischen Zivilisation, dessen Lektüre ich wärmstens empfehle. Warum Netzkultur zerstreuend, inzestuös und utopisch zugleich ist, hat mich auch im vergangenen Fliedermonat beschäftigt, ebenso die Poesie der Statistik und die moralische Anstalt des Kabaretts, diesmal am Beispiel Hagen Rethers. Nov fürchtete die entfesselten Riesen der nicht regenerativen Energiegewinnung und die postchristliche Exkommunikation.

Flieder

Foto: Nina

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Die empathische Zivilisation

Sonntag, 23. Mai 2010 von urb

Ein Denker, der Regierungen und Konzerne berät und trotzdem subversiv und kreativ weiterdenkt? Auf Jeremy Rifkin trifft das zu. Der amerikanische Soziologe, Ökonom und Gründer der Foundation on Economic Trends hat die Lizenz zum Abwatschen und fordert nun ein völlig neues und empathisches Denken, um unseren Planeten vor dem Untergang zu retten. Ein Buchtipp für Utopisten.

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2110 – Entfesselte Riesen

Freitag, 07. Mai 2010 von nov

nov, 7. Mai 2110

Seit einer Stunde fahre ich durch eine höchst eintönige Landschaft: Wie eine Plantage Schultafeln reichen die Solaranlagen bis an den Horizont. Wir haben unsere Lektion gelernt: Energiequellen sind umso effektiver, je umweltschonender und risikoloser Energie gewonnen werden kann. Denn häufig genügte ein einziger Unfall, in einem Kernkraftwerk oder auf einer Bohrinsel, um die Menschheit für ihre Dreistigkeit Generationen lang bezahlen zu lassen. Unterirdisch liegen Unmengen atomarer Abfälle verborgen, deren Halbwertszeit die Menschheit wahrscheinlich um ein Vielfaches überdauern wird.

Das ist wie die Geschichte des Zauberlehrlings, der seinem Besen besser nichts befohlen hätte. Es sind nicht immer nur die neuen Haushaltsgeräte, die besonders gut kehren. Auf manchen uralten, Sonne, Wind und Wasser, kann man fliegen, und das ist kein Hexenwerk. Über mir schwingt der riesige Rotor eines Windkraftwerks. Keiner kämpft mehr gegen diesen Riesen. Don Quichote reitet längst auf unserer Seite.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

2110 – Avantgarde of non-consumption

Mittwoch, 03. März 2010 von nov

nov, 3. März 2110

An der Wand vor meinem Terminal hängt das Bild eines unserer globalen Helden. Er hatte damals mitten in New York begonnen, Energie zu sparen und seinen Konsum drastisch einzuschränken. Trotz aller Schwierigkeiten und Anfeindungen, weil er zum Beispiel kein Klopapier mehr benutzte, hielt er durch und formulierte seine Erfahrungen und Einsichten in seinem Blog. Der steht immer noch in der Holobibliothek und hat der Bibel längst den Rang abgelaufen. Die Verhaltensmaßregeln der von ihm gegründeten Gruppe »Avantgarde of non-consumption« sind zu unseren Geboten geworden. Ihre Einhaltung unterstützen wir durch neue Techniken, wo es nur geht. Heute bauen wir unsere Häuser aus bestens dämmendem Müll. Unsere Kleidung, das Geschirr, alles selbstreinigend, Nanobehandlung macht’s möglich. Die Diffusion der Partikel in die Haut ließ Waschen zur Luxusveranstaltung werden. Papier ist komplett durch praktisch unzerstörbare E-Books ersetzt. Fleischessen ist wegen des hohen CO2-Ausstoßes von Tieren und den enormen Wasserverbrauch bei der Aufzucht Geschichte geworden.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Keine-Zeit-zu-verlieren-org

Dienstag, 09. Februar 2010 von urb

Keine Zeit ist zu verlieren, wenn bis zum Jahr 2015 Weltarmut und auf sie zurückzuführende Missstände halbiert werden sollen. Die Kampagne NoTimeLeft erinnert mit 8 Kurzfilmen von 8 namhaften Regisseurinnen und Regisseuren daran, dass noch viel auf den Weg zu bringen ist, wenn die Millenniumsentwicklungsziele auch nur annähernd erreicht werden sollen.

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2109 – Barbarische Notschalter

Samstag, 12. Dezember 2009 von nov

nov, 12. Dez. 2109

Barbarische Urzeiten, als die meisten kritischen Stimmen aus dem Internet per Notschalter verbannt wurden. Angeblich wegen Urheberrechtsverletzungen. Dazu brauchte es nicht mal ein Gerichtsurteil. Barbarisch auch das natürliche Erscheinungsbild in dieser Zeit, als in den Breiten, in denen ich residiere, vor allem noch Fichtenwälder wuchsen. Saurer Regen und Klimawandel haben sie ausgeschaltet. Es gibt nur noch einige Exemplare in unseren Botanik-Museen. Bin heute im Schutzanzug durch den Brechnusswald spaziert. Gewächse, denen wir sehr viel verdanken. Sie gedeihen in der weltweiten Steppe und ihre Frucht liefert hochwertigen Treibstoff. Ihre Blätter halten die starke Strahlung ab. Im populären Liedgut ist der Brechnusswald ein Ort der Begegung zwischen Liebenden. Die Jugendlichen gestalten ihre Mutproben mit den Nüssen, deren Verzehr heftige Übelkeit bewirkt und in hohen Dosen tödlich wirken kann. Aber wir, besser gesagt unsere Botanik-Robots, pflegen diese Wälder wie Heiligtümer, weil wir wissen, was von ihnen abhängt.

To be continued …

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