Hyperbaustelle

Sündenbock und Personenkult

Freitag, 18. Oktober 2013 von urb

Seit Wulf aus dem Amt gejagt wurde, können wir uns entspannt zurücklehnen und müssen uns nicht mehr mit dem System beschäftigen. Wir genießen die Aufführung des neuen Helden. Aber nichts hat sich verändert und nichts ist in Ordnung. Der Personenkult bildet die Oberfläche unserer Gesellschaft. Die sieben Achtel des Eisbergs darunter bleiben davon unberührt. Nur die Wasserlinie kräuselt sich.

The Scapegoat von William Holman Hunt

The Scapegoat von William Holman Hunt

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Rifkin kollaboriert mit Europa

Donnerstag, 16. Februar 2012 von urb

Jeremy Rifkin setzt seine Parteinahme für Europa fort und ruft die dritte industrielle Revolution aus. Sein Buch über die  Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter beschwört die Chancen, die aus dem Geist der Kollaboration heraus entstehen könnten. Eine neue Form der Humanität sieht er vor allem in Europa im Entstehen begriffen, aus dem Zusammendenken von Internet-Vernetzung und Green Energy.

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Stümper mit Charisma

Freitag, 25. Februar 2011 von urb

Was ist dran an KT Guttenberg, dass ihn die »Bild« zu ihrem Hauptpotentaten macht? Richtig! Wie das Massenmedium kommt er beim Volke an, und das praktisch bar jeder Inhalte und Fachkompetenz. Längst vom hohen Moralross abgestiegen, frage ich mich: Wie will jemand, der beim Informationsmanagement einer Doktorarbeit versagt, ein Ministerium leiten?

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Donnerstag, 10. Februar 2011 von urb

“Wir täuschen uns, wenn wir meinen, ‘die Leute’ arbeiten nur, wenn man sie dazu zwingt”, sagte der einstige Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus. Susanne Wiest ist sich sicher, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen gesellschaftlich nötige Tätigkeiten finanziell absichern, vor Lohndumping bewahren und darüber hinaus enorme kreative Potenziale freisetzen würde.


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Ökonomiediskussion im Januar

Montag, 07. Februar 2011 von urb

Ökonomie ist grundlegend für unsere Gesellschaftsstrukturen. Und sie spielt auf der Hyperbaustelle in nahezu allen Beiträgen des Januars die zentrale Rolle. In den Köpfen der meisten Menschen hat sich spätestens nach der vergangenen Finanzkrise ein kapitalismuskritisches Denken entfaltet, ohne dass eine Emanzipation gegenüber der neoliberalen Ideologie gelingen konnte.

Bulle und Bär - das Börsen-Wahrzeichen sagt eigentlich alles über die Irrationalität des Terrains, auf dem sich die Kapitalmärkte bewegen.

Bulle und Bär - das Börsen-Wahrzeichen sagt eigentlich alles über die Irrationalität des Terrains, auf dem sich die Kapitalmärkte bewegen.

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Voting – Kapitaltransfersteuer?

Samstag, 29. Januar 2011 von urb

Ist eine Kapitaltransfersteuer sinnvoll? Durch sie könnten beispielsweise die größeren oder kapitalintensiveren Betriebe nicht automatisch günstiger produzieren. Die Sozial- und Kulturwirtschaft ließe sich durch sie stärken. Was denkt ihr darüber? Gebt hier eure Stimme ab!


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Alternativlos ist ideenlos

Mittwoch, 19. Januar 2011 von urb

Eine kurze Notiz zum Unwort des Jahres: Die Wahl zeigt, dass die Ideenlosigkeit der Regierung  allgemein wahrgenommen wird, sich sogar durch rhetorische Missgriffe in die Ranglisten bringt. Damit stützt die Jury der Gfds im Grunde das Motto der Hyperbaustelle: Das Prinzip des utopischen Denkens besteht nämlich gerade darin, Alternativen wahrzunehmen, die latent vorhanden sind, unterminiert oder an den Rand gedrängt wurden.

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Herbstlicher Hypertext

Mittwoch, 01. Dezember 2010 von urb

Die Hyperbaustelle ist im Herbst umgezogen, wie die Betreiber. Die Menge der Beiträge ging deshalb zurück, die Zugriffsstatistik aber weiter nach oben. Der erste Rückblick seit Juli umfasst philosophische An- und politische Erregungen. Und ein sich immer besser auch in Kommentaren entfaltendes Tagebuch 2110.

Tim Berners-Lee

1989 schlug Tim Berners-Lee seinem Arbeitgeber CERN ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Hieraus entstand das WWW.

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2110 – Entlobbyfizierung

Samstag, 20. November 2010 von nov

nov, 20. November 2110

Gloria sagte heute zu mir, sie sei nach der Entlobbyfizierung regelrecht aufgeblüht. Als damals einem letzten Vertreter einer hartnäckigen politischen Partei in einem basisdemokratischen Übungscamp die Machtflausen ausgetrieben worden waren und sie wusste, dass von nun an jede Abstimmung über das Terminal eine Konsequenz haben würde, da hätte sie eigentlich erst zu leben begonnen. Auch war sie von Anfang an von der Idee begeistert, dass Cypols, diese braven Politroboter, über die Auswertung der Abstimmungen wachen und ihre Umsetzung garantieren. Zu wissen, dass kein Betrug mehr möglich sei, mache es ihr leicht, sich der Mehrheit zu beugen, falls diese anders als sie selbst denke. Endlich seien diese politischen Relikte, vom Gottesurteil über die Parteien bis hin zum Personenkult, vom Tisch. »Es soll Leute geben, die die Abstimmungen und Cypols hacken und manipulieren«, bemerkte ich. Ein Miesmacher sei ich, meinte sie, überhaupt triebe ich mich zerebral zu viel in der Vergangenheit herum.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Wer ist schon integriert?

Freitag, 05. November 2010 von urb

Herr S. und seine Namensvettern haben altehrwürdige Forderungen salonfähig gemacht und sämtliche Interessensgruppen dazu eingeladen, am lustigen Auszählspiel mitzuwirken. Alle wollen, dass alle raus sollen! Darauf läuft es hinaus. Denn nur die vollkommene Vereinzelung ist gelungene Integration.

Negerlein

Bekanntlich bleibt keiner übrig bei der Geschichte - ist das gelungene Integration?

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Juni-Passion

Sonntag, 04. Juli 2010 von urb

Während die Welt nach Südafrika schaut und großzügig über die Bannmeilen und Geschäftemachereien der Fifa hinwegsieht, sickert das Sparpaket der schwarz-gelben Koalition langsam in die Duldsamkeit der Deutschen. Als Gegengewicht wurde auf der Hyperbaustelle der französische Philosoph Alain Badiou vorgestellt, der sich von einer Passion, Erkenntnisse in die Realität umzusetzen, leiten lässt. Eine antikommerzielle Einstellung beseelt auch den Jazzmusiker Steve Coleman, der seine Alben kostenlos zum Download anbietet.

Torjubel

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Passion des Realen – Alain Badiou

Montag, 28. Juni 2010 von urb

In Deutschland kommt der französische Philosoph Alain Badiou, wie seiner Zeit der Dekonstruktivismus, verspätet zur Wirkung. Er geht frei mit Denktraditionen um, hält am Projekt des neuen Menschen fest und erkennt das Politische als etwas, das in der Politik nicht mehr vertreten ist. Für ihn ist Kommunikation ohne progressive Leidenschaft und Zug zur Handlung ein Instrument für die Zementierung von Missständen.

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