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2111 – Energiedusche und Fooddesign

nov, 14. Januar 2111

Ein Wunschtraum des Menschen ist es, Abfall zu hundert Prozent und am besten unendlich wiederzuverwerten. Oder weniger Energie in etwas zu stecken, als man dann anschließend wieder herausholen kann. Etwas, das anfällt oder abfällt, unter die Energiedusche zu stecken und nutzbar zu machen oder zumindest den Anschein von Nutzen zu erwecken. Scheinbar auch ein Grundgedanke des Fooddesigns: Da liegen Furnierabfälle herum, und ein paar Aromastoffe sind zu sonst nichts zu gebrauchen. Also machen wir doch einfach ein Früchtejoghurt draus. Fette sind sich chemisch so ähnlich, egal, ob sie natürlich vorhanden oder technisch hergestellt sind. Da sythetisieren wir doch einfach Futtermittel oder legen Oliven aus gepressten Sägespänen ein. Was haben wir gewonnen, wenn wir toten Gegenständen das Design des Neugewachsenen verpassen? Kann Hunger so gestillt werden? Ich ziehe es vor, Tabletten zu essen und mir schöngestylte Äpfel und Flugmangos aus Plastik in die Schale zu legen. Mir Kochshows dazu anzusehen und mich am Anblick echter Lebensmittel zu erfreuen.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 14. Januar 2011 um 09:22 Uhr von nov veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Tagebuch 2115 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Kommentare »

  1. Ich wundere mich ein wenig, dass das Fooddesign im 22. Jahrhundert immer noch so radikal angewandt wird. Also alle Einträge zusammmengenommen, herrscht also nach der Klimakatastrophe doch noch Nahrungsmittelknappheit. Immerhin scheint die demografische Explosion und die entropische Vernutzung gebremst zu sein.

    Comment: paul – 19. Januar 2011 @ 14:21

  2. Genauso ist es! Mit hat eben noch mit den in der Vergangenheit verursachten Katastrophen zu kämpfen, hat aber inzwischen eine ganz andere Philosphie, Technik und Lebenspraxis entwickelt. Das mit den Tabletten ist eigentlich zu hart, das gebe ich zu, aber ich konnte es mir nicht verkneifen.

    Comment: nov – 31. Januar 2011 @ 17:20

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