Hyperbaustelle

Die Utopie des Schlafes

Dienstag, 23. Februar 2016 von urb

Schlafen als Gegenmittel gegen die Beschleunigung unserer Lebens? Ja, auch gegen die dauernde Inanspruchnahme durch von außen aufgetürmte Informationen und Kommunikationsanreize. Und was noch wichtiger ist: Träumen und Tagträumen, damit wir zwischendurch auch mal einen eigenen Gedanken fassen können.

Alle noch wach? Foto: Zoonar via tagesanzeiger.ch

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2110 – Die Schlange

Montag, 13. September 2010 von nov

nov, 13. September 2110

Bin heute Nacht nach einem aberwitzigen Traum aufgewacht. Ich träumte von einer Schlange, die vor einem Laden stand, eine saubere Ordnung, eine Versuchung, Ordnung hinter menschlichem Handeln wahrzunehmen.

Unsere Aufgabe war es, Schlange zu stehen. Sich widerstandslos einer Ordnung zu überlassen. Die möglicherweise nur ein Reflex war. Zu warten. Unseren Vordermann zu beneiden. Oder zu bedauern. Zu hoffen. Zu zweifeln. Und den Laden langsam zu etwas Überirdischem werden zu lassen.

Was gibt uns Hoffnung, nach dem Eintreten in den Laden auch tatsächlich bedient zu werden? Einen Gegenwert für die gesammelten Rabattmarken zu erhalten? Und wie wird dieser aussehen? Wird die Realität schrecklicher sein, als wir es uns vorstellen können, weil wir bekommen, was wir wünschten? Oder weil wir nichts bekommen? Oder etwas ganz Idiotisches, wie so oft zu Weihnachten.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

2110 – Sport ist wunderbar ungerecht

Freitag, 09. Juli 2010 von nov

nov, 9. Juli 2110

Ein überzeugender Sieg! Meine Holografie reißt die Arme hoch und rennt über das Spielfeld. In mir klopft sich etwas auf die Brust, die breiter und breiter wird. Dann springe auch ich auf und jubele. Meine Mitspieler tun das Gleiche, und deren Holografien auf dem Spielfeld werfen sich aufeinander, bis sie, von der untersten angefangen, nacheinander ausgeschaltet werden. Das besiegte Team sammelt sich vor dem Eingang und wird von uns mit eigens zu diesem Zweck gedichteten Schmäh-Microposts verspottet.

Die Ungerechtigkeit, die aus einer direkten Konkurrenz erwächst, begeistert uns noch immer, auch wenn wir nur noch Stellvertreter auf dem Spielfeld agieren lassen. Jemanden zu besiegen, erweckt uralte Gefühle in uns, denen wir uns gerne hingeben. Zumindest für eine gewisse Zeit einen Gegner zu haben, entlässt uns aus unserer Monadenwelt und schweißt uns mit anderen zusammen. Wir haben ein Ziel, denken wir, wo wir uns doch nur ablenken. Die Tat erfrischt, weil sie beschränkt.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Entrückung

Mittwoch, 24. Februar 2010 von urb

Entrückungen sind Augenblicksutopien, Almosen inmitten der Entfremdung, Tagträume der Ausgebeuteten, Trancezustände im Ungesunden. Wenn sie den Blickwechsel von Mann und Frau betreffen, bekommen sie einen schicksalhaften Überbau. Ist es die Liebe, die uns öffnet, stark macht und Hindernisse überwinden hilft? Eine sehenswerte hyperreale Fantasie der kanadischen Produktionsgesellschaft Spy Films zu diesem Thema: Nuit Blanche.

Nuit Blanche from Spy Films on Vimeo.

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