Hyperbaustelle

Rifkin kollaboriert mit Europa

Donnerstag, 16. Februar 2012 von urb

Jeremy Rifkin setzt seine Parteinahme für Europa fort und ruft die dritte industrielle Revolution aus. Sein Buch über die  Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter beschwört die Chancen, die aus dem Geist der Kollaboration heraus entstehen könnten. Eine neue Form der Humanität sieht er vor allem in Europa im Entstehen begriffen, aus dem Zusammendenken von Internet-Vernetzung und Green Energy.

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Aufstand der Jungen

Mittwoch, 12. Januar 2011 von urb

Ein Mann wird schwer verwundet ins Krankenhaus eingeliefert: der unheilvolle Beginn einer Schuldenkarriere oder Geisterexistenz im Illegalen. Das im ZDF-Doku-Drama entworfene Zukunftsszenario ist deshalb so bedrückend, weil es so nahe liegt und beschriebene Tendenzen längst auszumachen sind.  Ein Beleg dafür, dass es sich lohnt, über die Zukunft Gedanken zu machen.

Aufstand der Jungen

Sophie Schäfer schwebt durch Höllenberg; Aufstand der Jungen, ZDF

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2111 – Ein neues Jahr

Mittwoch, 05. Januar 2011 von nov

nov, 5. Januar 2111

Was wird die Zukunft bringen? Eine Frage, die der Jahreswechsel seit Jahrtausenden in uns auslöst. Wenn die Computer Zahlen umstellen und die Nacht am tiefsten ist, brennen wir ein Neuronen-Feuerwerk in unseren Köpfen ab. Eigenartig, weil doch die Zukunft das ganze Jahr über auf dem Spiel steht. Früher nannte man den letzten Tag des Jahres Silvester und praktizierte die seltsamsten Bräuche: Blei gießen, Briefkästen mit Böllern sprengen, Linsensuppe essen, sich auf die Rücken schlagen oder rote Unterwäsche tragen.

Aber dieses historische Fundstück legt Zeugnis über den bei weitem seltsamsten Brauch ab: »Es entschwindet das alte Jahr. / Die Kinder und der Karpfen sind gar. / Es wird gespeist.// Und wenn die Kannibalen dann satt sind,/ Besoffen und überfressen, ganz matt sind,/ Dann denken sie der geschlachteten Kleinen/ Mit Wehmut und fangen dann an zu weinen.« Tja, Menschenfresser waren eben auch nur Menschen.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

2110 – Vom Ende der Geschichte

Donnerstag, 02. September 2010 von nov

nov, 2. September 2110

Manche Menschen leben immer noch in der Annahme, wir befänden uns bereits jenseits des Endes der Geschichte, eine alte US-amerikanische Zwangsvorstellung. Geschichte ist aber kein Organismus, der unabhängig vom Menschen wächst und neben ihm einfach sterben kann. Wir haben gerade erst gelernt, dass wir Geschichte gestalten können, und schon wollen wir sie wieder verabschieden. Als ob wir Angst davor hätten, einen Plan zu haben …

Warum haben wir unserer Epoche keinen Namen mehr gegeben? Oder so viele, dass die Benennung keinen Sinn mehr ergab? Post… Post… Post… Post… Angekommen in einem Nirvana, das scheinbar eine Zeit ohne uns selbst imaginiert. Die Welt, wie sie wäre, wenn es keinen Menschen mehr gäbe, aber ein Subjekt, das diese menschenleere Welt beobachten kann. Die eigene Beerdigung, der man selbst beiwohnt. Die Apokalypse, die man im Restaurant am Ende des Universums genießt – ein spätbürgerlicher Selbstüberschreitungsversuch.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Die empathische Zivilisation

Sonntag, 23. Mai 2010 von urb

Ein Denker, der Regierungen und Konzerne berät und trotzdem subversiv und kreativ weiterdenkt? Auf Jeremy Rifkin trifft das zu. Der amerikanische Soziologe, Ökonom und Gründer der Foundation on Economic Trends hat die Lizenz zum Abwatschen und fordert nun ein völlig neues und empathisches Denken, um unseren Planeten vor dem Untergang zu retten. Ein Buchtipp für Utopisten.

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Toy-Story

Montag, 15. Februar 2010 von urb

In der Erinnerung sind unsere kindlichen Spielwelten utopische Landstriche, in denen Wünsche Gestalt annahmen. Aber Spielzeug ist Erziehungswerkzeug, Vehikel pädagogischer Indoktrination. Das ist mir seit unserem heutigen Besuch im Spielzeugmuseum überdeutlich geworden.

Flexible kleine und überall instrumentalisierbare Männchen - was will uns dieses Spielzeug wohl sagen?

Flexible, kleine und überall instrumentalisierbare Männchen - was will uns dieses Spielzeug wohl sagen?

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Intelligenz-Netzwerk

Montag, 08. Februar 2010 von urb

Von einem solchen Netzwerk kann jeder nur träumen, oder? Und das, obwohl die verschiedenen Querelen hinlänglich bekannt sein dürften. Nina ist auf dieses Bild gestoßen. Wir fragen uns: Was führte die französische Intelligenzia auf diesem Bild zusammen? Bitte um Aufklärung per Kommentar. Danke.

Intelligentzia

En haut, de gauche à droite: Jacques Lacan, Cecile Eluard, Pierre Reverdy, Louise Leiris, Pablo Picasso, Fanie de Campan, Valentine Hugo, Simone de Beauvoir, Brassaï. En bas: Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Michel Leiris, Jean Abier; Foto: Brassaï

Paul hat das Geheimnis gelüftet: Lest den Kommentar Nr. 2.

2110 – Geschichtsdroge

Freitag, 08. Januar 2010 von nov

nov, 8. Jan. 2110

Mein Gedächtnis ist gut, ich habe einen wirklich leistungsstarken Chip in meinen Bioport eingeschoben. Meine persönlichen Erinnerungen organisiere ich auf meinem Holoschirm. Dazu habe ich den Wissensschwerpunkt Geschichte geladen. Das bringt mich zu diesen wunderbaren Visionen und Reflexionen über vergangene Zeiten, die ich definitiv nicht selbst erlebt habe.

Mir geistern nicht nur Daten durch den Kopf: Französische Revolution 1789, Wiener Konferenz 1815, sondern auch ganze Videos, beispielsweise über den Fall der Berliner Mauer, das Verhängen des Kriegsrechts in Europa angesichts des internationalen Terrorismus’, das Versinken der Niederlande in der Nordsee oder die ersten Menschen auf dem Mars; der erste Fuß war im Übrigen der einer Frau. Das ist fast zu viel für einen einzigen Menschen: Diese Wissensflut berauscht, mehr als früher natürlich angebaute Drogen, deren Wirkung ich auch nur über die unmittelbare Wissensvermittlung kenne.

To be continued …

Alle Tagebucheinträge von nov aus dem 22. Jahrhundert

Auswege finden (mit Alexander Kluge)

Donnerstag, 31. Dezember 2009 von urb

Wer kennt es nicht: Man arrangiert sich mit einer Situation, unter der man eigentlich leidet, und vernachlässigt es, Auswege zu suchen. Irgendwann holt einen das Ganze ein und wird zur echten Katastrophe. Die Dialektik von Ausweg und Ausbruch wurde in einem Gespräch zwischen »Freitag«-Redakteuren und Alexander Kluge untersucht. Kluge, die Verkörperung des deutschen kritischen Films und der Qualitätsgarant im deutschen Privatfernsehen, spricht sich für das in unserem Erbe enthaltene Klügere aus, für die Zukunft, die wir als Potenzial in uns tragen.

Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. (Walter Benjamin; Bild: Klee, Angelus Novus)

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Generation StefanSusanne

Mittwoch, 23. Dezember 2009 von urb

Wer schon in der Schule in übergroßen Klassen immer verwechselt wurde und nach dem Wirtschaftswunder aufgewachsen ist, hat die Ruhe weg: Hoffnung vorprogrammiert, könnte man sagen. Jedenfalls sieht man an den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er Jahre, dass man sich nicht zu verschärftem Konkurrenzverhalten treiben lassen muss, um sein Auskommen zu haben.

Kann man da noch von Alterspyramide sprechen? Die Ausbauchung in der Mitte, das sind die 1960er Jahrgänge. Quelle: Statistisches Bundesamt

Kann man da noch von Alterspyramide sprechen? Die Ausbauchung in der Mitte, das sind die 1960er Jahrgänge. Quelle: Statistisches Bundesamt

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Wir sind 1989er

Freitag, 02. Oktober 2009 von urb

Was Geschichte ist, wie sie sich in scheinbar alltäglichen Situationen bemerkbar macht und wie sie von Erzählungen getragen ist, das wird in Robert Menasses Buch Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung augenfällig.

Die amerikanische Brille - eine Erzählung aus Ich kann jeder sagen

Die amerikanische Brille - eine Erzählung aus Ich kann jeder sagen

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