Hyperbaustelle

Zug der Opportunisten

Marc-Uwe Kling hat recht – noch denken die meisten, sie könnten durch Trittbrettfahren und Anpassung persönlichen Erfolg sichern. Dass wir mit unseren Denk- und Wirtschaftsweisen an natürliche Schranken stoßen, ist anscheinend den wenigstens bewusst. Opportunismus sollte mittlerweile zu den Todsünden gerechnet werden.

Angeregt durch Marc-Uwe Kling hier eine Liste von unverzeihlichen Opportunismen und “Gehtgarnichts”, die per Kommentar gerne fortgesetzt werden darf:

  • Als Friedenspartei einem Kriegseinsatz zustimmen, weil Regieren um jeden Preis
  • Nachhaltigkeit als Möglichkeit verkaufen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln
  • Die FDP wählen und dann überrascht sein, dass sie Klientelpolitik macht
  • Aktien und Fonds kaufen und trotzdem auf Banker und Börsen schimpfen
  • Für die Karriere alles tun, auch wenn sie auf totaler Ausbeutung beruht
  • Werbung für Markenprodukte machen, die weder fair gehandelt noch nachhaltig eingekauft werden
  • Auf Hartz-IV-Empfänger hetzen, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken
  • Sich von den sogenannten Sachzwängen mundtot und meinungslos machen lassen
  • Schreiben und verbreiten, was eigentlich nur dem Anzeigenkunden nützt
  • Aus Imagegründen Benzinkutschen mit Wahnsinnsverbrauch fahren
  • Aus Bequemlichkeit nicht anfangen, selbst nachzudenken und nachzuhaken
  • Beim Trendmedium Facebook trotz Datenmissbrauchs angemeldet bleiben (Süchtige sind durch Vorlage eines Attests zu entschuldigen)

Klings Website mit Kostproben
http://www.marcuwekling.de

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Dieser Beitrag wurde am Freitag, 04. Juni 2010 um 10:00 Uhr von urb veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Musik / Kunst, Politik / Gesellschaft abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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4 Kommentare »

  1. Beruflichen Hinrichtungen zusehen und nicht reagieren.

    Gedankenlos Wasser verschwenden.

    Kommentar: nina – 04. Juni 2010 @ 14:16

  2. Geldpolitik, die jahrelang Inflation unterdrückt.

    Kommentar: vali – 04. Juni 2010 @ 15:23

  3. Den Weg aller Bananen gehen :-) !

    Kommentar: paul – 04. Juni 2010 @ 21:14

  4. Mit Sparprogrammen Wahlbetrug begehen.

    Kommentar: mule – 09. Juni 2010 @ 14:00

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