Statistisch gesehen können selbst Krisen und Katastrophen beherrschbar wirken. Hoffen wir also, dass der Heilige Geist zu Pfingsten über uns kommt und wir der Politik des Zauderns und der Landflucht gehörig den Marsch blasen können.
Blasen alle in das gleiche Horn? Das der Schweizer ist immer etwas gleicher: stabiler Franken, Neutralität und Steuerparadies.
Die SPD kapiert es einfach nicht: Die Wähler wollen auch in NRW kein Rot-Grün ohne eine kleine Gewichtsverlagerung in den linken Ausleger. Die Alternative, eine große Koalition am Ende mit Rüttgers als Ministerpräsidenten, würde das Schiff des Bürgervertrauens endgültig versenken.
Das Boot im Gleichgewicht halten, ab in den Ausleger ...
Fonsi unterbricht Rede und Rolle beim Aschermittwoch der Kabarettisten, wirft seinen Hut und seine Jacke hin und spricht als Christian Springer zu Guido Westerwelle, der ihm allen Spaß am Derblecken von anderen Politikern genommen hat. Dank Lorenzo gibt es das Video jetzt auf Youtube und hier eingebunden:
Sorry, aber ich kannte sie noch nicht, die Rob Vegas-Show, und ich kann ihrem zuckersüßen Zynismus nicht widerstehen. Der aus Oerlinghausen bei Bielefeld stammende Robert Michel hat sich bei Twitter ein halbes Jahr lang erfolgreich als Harald Schmidt ausgegeben und nahm bei Maybrit Illner Angela Merkel ein Steuerversprechen ab. Und jetzt das:
Keine Zeit ist zu verlieren, wenn bis zum Jahr 2015 Weltarmut und auf sie zurückzuführende Missstände halbiert werden sollen. Die Kampagne NoTimeLeft erinnert mit 8 Kurzfilmen von 8 namhaften Regisseurinnen und Regisseuren daran, dass noch viel auf den Weg zu bringen ist, wenn die Millenniumsentwicklungsziele auch nur annähernd erreicht werden sollen.
Am 8. Februar 1996 veröffentlichte John Perry Barlow die »Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace«. Er wandte sich vor allem an die amerikanische Regierung und kritisierte den „Telecommunication Act“, da dieser die Freiheit des Cyberspace bedrohe. Die Hyperbaustelle möchte an diesen Jahrestag in einem Auszug erinnern.
Ein geistiges Netz: Bei Wikiopole wird die Blogosphäre und ihre Vernetzung visualisiert - die deutsche in dieser Grafik. Die Farben stehen für inhaltliche Kategorien von Kultur (orange) über Politik (weiß) bis kreativ (pink). Quelle: http://labs.wikio.net/wikiopole/de/
Für die einen ist es selbstverständlich, dass Steuerkriminelle um jeden Preis überführt werden müssen. Aber schließlich werden unsere Steuergelder für die Ermittlung ausgegeben. Sollte der Staat also Geschäfte mit Hehlern machen? Was denkt ihr darüber? Gebt hier eure Stimme ab!
Wenn ihr eure Entscheidung begründen mögt … bitte schreibt einen Kommentar.
Am 4. Januar vor 50 Jahren ist Albert Camus gestorben – der viel geschmähte Mann der Revolte und des “absurden Trotzdem”. Heute ist er aktueller als seine damaligen Kritiker und man kann sich auf ihn als Waffe gegen ausgelaugte Ideologien und Mächte ohne Größe berufen, aber ihn auch als Prüfstein der eigenen Positionen heranziehen.
Französische Philosophen scheinen der Freiheit auch das vorausdenkende Gestalten opfern zu wollen. In der Philosophie-Reihe auf Arte.tv wurde der Rechtswissenschaftler Frédéric Rouvillois, spezialisiert auf Staatsrecht sowie Ideen- und Repräsentationsgeschichte, befragt. Seine eindimensionale Antwort: Utopie = Faschismus!
Obama wird’s schon richten, denn wenn ein Schwarzer in den USA Präsident werden kann, geht alles. Volker Pispers durchleutet die Rolle des neuen Messias, der, ernsthaft betrachtet, eher als Unglücksfall zu sehen ist – als das freundliche Gesicht der Katastrophe, das es trotz aller Sympathie nur erschwert, die wirklichen Abgründe wahrzunehmen.
Wer kennt es nicht: Man arrangiert sich mit einer Situation, unter der man eigentlich leidet, und vernachlässigt es, Auswege zu suchen. Irgendwann holt einen das Ganze ein und wird zur echten Katastrophe. Die Dialektik von Ausweg und Ausbruch wurde in einem Gespräch zwischen »Freitag«-Redakteuren und Alexander Kluge untersucht. Kluge, die Verkörperung des deutschen kritischen Films und der Qualitätsgarant im deutschen Privatfernsehen, spricht sich für das in unserem Erbe enthaltene Klügere aus, für die Zukunft, die wir als Potenzial in uns tragen.
Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. (Walter Benjamin; Bild: Klee, Angelus Novus)
Wer schon in der Schule in übergroßen Klassen immer verwechselt wurde und nach dem Wirtschaftswunder aufgewachsen ist, hat die Ruhe weg: Hoffnung vorprogrammiert, könnte man sagen. Jedenfalls sieht man an den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er Jahre, dass man sich nicht zu verschärftem Konkurrenzverhalten treiben lassen muss, um sein Auskommen zu haben.
Kann man da noch von Alterspyramide sprechen? Die Ausbauchung in der Mitte, das sind die 1960er Jahrgänge. Quelle: Statistisches Bundesamt