Hyperbaustelle

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Keine Zeit ist zu verlieren, wenn bis zum Jahr 2015 Weltarmut und auf sie zurückzuführende Missstände halbiert werden sollen. Die Kampagne NoTimeLeft erinnert mit 8 Kurzfilmen von 8 namhaften Regisseurinnen und Regisseuren daran, dass noch viel auf den Weg zu bringen ist, wenn die Millenniumsentwicklungsziele auch nur annähernd erreicht werden sollen.

Jane Champion (Das Piano) widmet sich in ihrem »Water diary« der inzwischen abzusehenden bedrohlichsten Knappheit: Was es für Mensch, Tier und Umwelt bedeuten mag, keinen Zugang zum Wasser mehr zu haben, das schildert sie aus der Perspektive der elfjährigen Ziggy. Sie sammelt Träume in ihrem Tagebuch, die Menschen haben, die das lebensnotwendige Elexier sparen müssen, wo es nur geht. In einem Traum versuchen die Kinder es mit einem Regenzauber. Felicity spielt dazu Viola auf einem alten Wassertank.

Den Schutz der Umwelt verbessern, das ist eines der acht Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals”- MDGs), die nicht einmal utopisch klingen, aber deren Realsierung dennoch in Zweifel gezogen werden muss. Sie wurden im September 2000 von den Regierungen von 189 Ländern während eines Gipfeltreffens der Vereinten Nationen in New York erklärt. Aus dem Entwicklungs- und Umweltkapitel wurden acht international vereinbarte Ziele in einer Liste zusammengestellt und mit konkreten Zielvorgaben belegt; jeder der acht Arthouse- und World-Cinema-Regisseure hat ein Ziel filmisch verarbeitet:

Ziel 1: Den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, halbieren Abderrahmane Sissako
Ziel 2: Allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen Gael Garcia Bernal
Ziel 3: Die Gleichstellung der Geschlechter und die politische, wirtschaftliche und soziale Beteiligung von Frauen fördern, besonders im Bereich der Ausbildung Mira Nair
Ziel 4: Die Kindersterblichkeit verringern Gus van Sant
Ziel 5: Die Gesundheit der Mütter verbessern Jan Kounen
Ziel 6: HIV/AIDS, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen Gaspar Noe
Ziel 7: Den Schutz der Umwelt verbessern Jane Campion
Ziel 8: Eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen Wim Wenders

Auf der Projektseite kann man sich Informationen holen, helfen sie zu verbreiten und unterzeichnen. Die Filme sind im YouTube-Channel des Projekts zu sehen.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): die Millenniumsentwicklungsziele.

Hier kann man sich selbst ein Bild machen, ob in 10 Jahren etwas geleistet wurde: die Evaluierungsberichte des BMZ.

Den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, halbieren
Allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen
Die Gleichstellung der Geschlechter und die politische, wirtschaftliche und soziale Beteiligung von Frauen fördern, besonders im Bereich der Ausbildung
Die Kindersterblichkeit verringern
Die Gesundheit der Mütter verbessern
HIV/AIDS, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen
Den Schutz der Umwelt verbessern
Eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen
Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 09. Februar 2010 um 22:59 Uhr von urb veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Literatur / Film, Politik / Gesellschaft abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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3 Kommentare »

  1. “Eine umfassende universelle Etihk wäre eine echte spirituelle Revolution, die auf den positiven Eigenschaften des Menschen beruht: Mitgefühl, Liebe, Toleranz, Achtung und Verantwortungsgefühl” stammt von Dalai Lama.

    Verantwortungsgefühl auch gegenüber dem Wasser wäre schon wünschenswert.

    Comment: Nina – 10. Februar 2010 @ 22:43

  2. … wäre, wäre … leider bleibt es bei der Möglichkeitsform! Grundsätzlich finde ich es gut, dass die MDGs aufgestellt wurden und dass sich 189 Regierungen daran beteiligt haben. Aber dann folgt nur ein Haufen Bürokratie, der Hilflosigkeit und strukturelle Unmöglichkeiten kompensiert. Ich fürchte, auch mit Spiritualität ist hier nicht viel getan – erst wenn sie uns zum Handeln bringt … LG urb

    Comment: urb – 11. Februar 2010 @ 23:24

  3. [...] der Vereinten Nationen in New York erklärt wurden, ist sehr gut, dass Filmemacher mit Notimeleft an die Einhaltung dieser Ziele erinnern müssen, kann nur als äußerst bedenkenswert angesehen [...]

    Pingback: Hyperbaustelle » Februar-Kehraus | Utopie-Blog – 01. März 2010 @ 09:44

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