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	<title>Kommentare zu: Keine Beweihräucherungen &#8211; literaturkritik.de</title>
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	<description>Utopie-Blog</description>
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		<title>Von: Hyperbaustelle &#187; Top 10 &#8211; August 2010 &#124; Utopie-Blog</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-1820</link>
		<dc:creator>Hyperbaustelle &#187; Top 10 &#8211; August 2010 &#124; Utopie-Blog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 14:19:27 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 4. Keine Beweihräucherungen &#8211; literaturkritik.de [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 4. Keine Beweihräucherungen &#8211; literaturkritik.de [...]</p>
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		<title>Von: paul</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-948</link>
		<dc:creator>paul</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 12:38:14 +0000</pubDate>
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		<description>Genau, Kathrin, Literatur lässt einem mit Tucholsky übers eigene Zeitdorf hinaus wandern und die Relativität der Anschauungen und Meinungen begreifen. Mit Adornos Worten, den ich ansonsten persönlich für einen elitären Widerling halte: Ironie, geistige Beweglichkeit, Skepsis - das sind die Mittel, mit denen Kritik arbeiten sollte. 

In diesem Zusammenhang,  finde ich es gut, dass der Stilbegriff von Jan Süselbeck inhaltlich (Intertextualität, Kunst des Vergleichens) gefüllt wurde. Darüber hinaus sollte Kritik immer auch aktuelle Bezüge herausarbeiten, zu brisanten gesellschaftlichen Themen Stellung beziehen. Lassen sich diese nicht herstellen, steht für mich in Frage, ob die jeweilige Literatur überhaupt kritisiert werden sollte. Kann das ein Kritiker heute leisten, Herr Süselbeck?

Gruß Paul</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau, Kathrin, Literatur lässt einem mit Tucholsky übers eigene Zeitdorf hinaus wandern und die Relativität der Anschauungen und Meinungen begreifen. Mit Adornos Worten, den ich ansonsten persönlich für einen elitären Widerling halte: Ironie, geistige Beweglichkeit, Skepsis &#8211; das sind die Mittel, mit denen Kritik arbeiten sollte. </p>
<p>In diesem Zusammenhang,  finde ich es gut, dass der Stilbegriff von Jan Süselbeck inhaltlich (Intertextualität, Kunst des Vergleichens) gefüllt wurde. Darüber hinaus sollte Kritik immer auch aktuelle Bezüge herausarbeiten, zu brisanten gesellschaftlichen Themen Stellung beziehen. Lassen sich diese nicht herstellen, steht für mich in Frage, ob die jeweilige Literatur überhaupt kritisiert werden sollte. Kann das ein Kritiker heute leisten, Herr Süselbeck?</p>
<p>Gruß Paul</p>
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		<title>Von: Kathrin</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-947</link>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:58:01 +0000</pubDate>
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		<description>Gute Idee! - Oder wenigstens, wie im Grunde bei vielem: den Respekt begründen zu können, ist wichtiger, als ihn zu verspüren, und einen eingeforderten Respekt sollte man als erstes hinterfragen! 
Das Erstaunen: es herrscht keine Einigkeit darüber, dass das Gegebene problematisch ist. Und doch könnte Literatur genau das Einfühlungsvermögen für diese Einsicht vermitteln (denen, für die sie nicht ohnehin tägliche Wirklichkeit ist, und die das Privileg haben zu lesen...) und sie könnte die Phantasie, sich auch anderes denken zu können, anregen. Aber dieses Potential wird, wie du schreibst, auch in diesem Bereich systematisch abgebogen. Gerade im Blick auf Vergangenes steckt ja die Möglichkeit, Fehler zu erkennen, Ideologisierungen aufzudecken, und positive Ansätze, die aufgrund gesellschaftlich-politisch-ökonomischer Verhältnisse nicht zum Tragen kamen, auch wieder aufzugreifen. - - Naja, das ist jetzt wohl wirklich sehr romantisch gedacht.... Gruß, K</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Idee! &#8211; Oder wenigstens, wie im Grunde bei vielem: den Respekt begründen zu können, ist wichtiger, als ihn zu verspüren, und einen eingeforderten Respekt sollte man als erstes hinterfragen!<br />
Das Erstaunen: es herrscht keine Einigkeit darüber, dass das Gegebene problematisch ist. Und doch könnte Literatur genau das Einfühlungsvermögen für diese Einsicht vermitteln (denen, für die sie nicht ohnehin tägliche Wirklichkeit ist, und die das Privileg haben zu lesen&#8230;) und sie könnte die Phantasie, sich auch anderes denken zu können, anregen. Aber dieses Potential wird, wie du schreibst, auch in diesem Bereich systematisch abgebogen. Gerade im Blick auf Vergangenes steckt ja die Möglichkeit, Fehler zu erkennen, Ideologisierungen aufzudecken, und positive Ansätze, die aufgrund gesellschaftlich-politisch-ökonomischer Verhältnisse nicht zum Tragen kamen, auch wieder aufzugreifen. &#8211; - Naja, das ist jetzt wohl wirklich sehr romantisch gedacht&#8230;. Gruß, K</p>
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		<title>Von: urb</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-944</link>
		<dc:creator>urb</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 08:04:15 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Kathrin, es wäre schön, wenn wir sagen könnten, dass es das Problem einer weitestgehend historisch verfahrenden Wissenschaft ist, sich in Althergebrachtem zu verschanzen. Aber die Deformation oder Ausgrenzung von neuen Ansätzen ist ein Prinzip gesellschaftlicher Machtausübung und damit bereichsübergreifend. 

Es ist also Zeit für eine längst überfällige Gewichtsverlagerung: Dem Bestehenden tolerant gegenüber treten, es empathisch nachvollziehen, gut - aber angesichts seiner problematischen Verfassung muss man es weder bewundern noch reproduzieren. Es braucht neue Lösungen - und da kann Anerkanntes nur noch der Auslöser einer weiterführenden Denkbewegung sein. Der Begriff &quot;Respekt&quot; sei hiermit der Zeitgeschichte überantwortet. Was meinst du? Zu romantisch? Gruß urb</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Kathrin, es wäre schön, wenn wir sagen könnten, dass es das Problem einer weitestgehend historisch verfahrenden Wissenschaft ist, sich in Althergebrachtem zu verschanzen. Aber die Deformation oder Ausgrenzung von neuen Ansätzen ist ein Prinzip gesellschaftlicher Machtausübung und damit bereichsübergreifend. </p>
<p>Es ist also Zeit für eine längst überfällige Gewichtsverlagerung: Dem Bestehenden tolerant gegenüber treten, es empathisch nachvollziehen, gut &#8211; aber angesichts seiner problematischen Verfassung muss man es weder bewundern noch reproduzieren. Es braucht neue Lösungen &#8211; und da kann Anerkanntes nur noch der Auslöser einer weiterführenden Denkbewegung sein. Der Begriff &#8220;Respekt&#8221; sei hiermit der Zeitgeschichte überantwortet. Was meinst du? Zu romantisch? Gruß urb</p>
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		<title>Von: Kathrin</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-930</link>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 22:58:45 +0000</pubDate>
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		<description>Auch für die Literaturwissenschaft und ihre Vermittlung an Unis und Schulen nur leider allzu oft wahr: &quot;der Respekt vor einem jeglichen Bestehenden, Anerkannten und sich als bedeutsam Aufspreizenden&quot; wird abverlangt und reproduziert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch für die Literaturwissenschaft und ihre Vermittlung an Unis und Schulen nur leider allzu oft wahr: &#8220;der Respekt vor einem jeglichen Bestehenden, Anerkannten und sich als bedeutsam Aufspreizenden&#8221; wird abverlangt und reproduziert.</p>
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		<title>Von: Hyperbaustelle &#187; Baustellenerwachen &#124; Utopie-Blog</title>
		<link>http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2010/03/14/keine-beweihraucherungen-literaturkritik-de/comment-page-1/#comment-665</link>
		<dc:creator>Hyperbaustelle &#187; Baustellenerwachen &#124; Utopie-Blog</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 20:37:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...] sie unabhängig und ‘ohne Rücksicht’ auf Verluste formuliert wird« und nichts und niemanden »beweihräuchert«.  Ich möchte einen Aspekt ergänzen: die Abkehr vom Formalismus. Insofern kann ich [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] sie unabhängig und ‘ohne Rücksicht’ auf Verluste formuliert wird« und nichts und niemanden »beweihräuchert«.  Ich möchte einen Aspekt ergänzen: die Abkehr vom Formalismus. Insofern kann ich [...]</p>
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